Katharina und Patrick hatten sich den Sommermonat Juli für Ihre Hochzeit ausgesucht und alle (inklusive mir) hatten im Voraus mit strahlendem Sonnenschein gerechnet. Wie sich aber ja inzwischen herausgestellt hat, ist der diesjährige Sommer bisher kaum als solcher zu bezeichnen. Die Sonne zeigte sich diesmal auch nur vereinzelt aber beim morgendlichen Blick auf die Wetterkarte zeigte sich, dass es wohl größtenteils trocken bleiben sollte.
Ich wurde von Katharina und Patrick schon morgens zum Frühstück eingeladen und lernte dort auch die Familie kennen. Nach einem ausgedehnten Frühstück fuhr ich gemeinsam mit der Braut zum Frisör und startete meine Fotoreportage. So langsam aber sicher machte sich bei der Braut die Aufregung bemerkbar. Nach dem Frisörtermin stand sowohl bei Braut, wie auch beim Bräutigam das Ankleiden für den großen Tag auf dem Programm. Standesgemäß fuhr Patrick zum Ankleiden mit einem weißen Mustang zum Hotel um seine zukünftige Frau nicht vor der Trauung zu sehen.
In der Kirche war es dann schließlich soweit. Patrick wartete gespannt auf Katharina, die von Ihrem Vater zum Altar begleitet wurde und durfte seine zukünftige Frau der erste Mal in Ihrem Hochzeitskleid sehen. Für mich als Fotograf sind diese Momente natürlich besonders wichtig. Eine zweite Chance für das erste Aufeinandertreffen hat man nicht. Die Trauung war sehr persönlich und der Pfarrer hatte eine wirklich schöne Rede vorbereitet, die für den ein oder anderen Lacher sorgte und sichtlich zur guten Stimmung aller Gäste beitrug. Die Kirche selbst war trotz des wolkenverhangenen Himmels noch verhältnismäßig hell und forderte den Kameras nicht alles ab. Es ist immer schön, wenn man als Hochzeitsfotograf in der Kirche nicht gezwungen wird das Letzte aus einer Kamera herauszuholen. Ich frage mich immer wieder aufs Neue, wie es einige Fotografen tatsächlich wagen können, in der Kirche hemmungslos mit Blitz zu fotografieren und so nicht nur die Trauung selbst zu stören sondern zudem auch noch die Stimmung der Fotos absolut zu ruinieren. Für mich gehört in der Kirche kein Blitz auf die Kamera und davon mache ich auch keine Ausnahme.
Nach der Trauung wartete vor der Kirche bereits eine Kutsche auf das frischgebackene Hochzeitspaar. Die Gäste fuhren bereits mit dem Auto zur Location für die spätere Feier voraus und bereiteten dort einen Empfang für Katharina und Patrick vor. Beim Eintreffen der Kutsche stiegen unzählige weiße Ballons in den Abendhimmel auf. Gebucht war ich von den Beiden bis zum Empfang und somit verabschiedete ich mich als das Essen serviert werden sollte. Ich bin sicher, dass die Beiden noch bis tief in die Nacht mit Ihren Freunden und der Familie gefeiert haben und möchte die Gelegenheit hier noch einmal nutzen um Ihnen alles Gute für die gemeinsame Zukunft zu wünschen. Danke, dass ich Euch begleiten durfte.